In meinen Jahren als Paartherapeutin in Münster begegnen mir bestimmte Themen immer wieder. Die häufigsten sind:

  1. Kommunikationsprobleme – Das klassische „Aneinander-vorbei-Reden”. Ein Partner sagt: „Du hörst mir nie zu!“, der andere denkt: „Ich höre doch die ganze Zeit zu!” Beide haben auf ihre Weise recht – und genau hier setze ich an.
  2. Die Vorwurf-Verteidigung-Spirale – Viele Paare kommen zu mir, weil jedes Gespräch in dieselbe Sackgasse führt. Er kritisiert, sie rechtfertigt sich. Oder umgekehrt. In der Therapie unterbrechen wir dieses Muster.
  3. Vertrauensbrüche – Ob Untreue, Lügen oder gebrochene Versprechen: In meiner Erfahrung ist Vertrauen wiederherstellbar – aber es braucht Zeit, Geduld und die richtige Begleitung.
  4. Finanzielle Probleme: Geldprobleme können einen erheblichen Einfluss auf die Beziehung haben. Streitigkeiten über Geld, Schulden oder unterschiedliche Einstellungen zum Umgang mit Geld können zu Spannungen führen.
  5. Sexuelle Probleme: Schwierigkeiten im Bereich der Sexualität können zu einer Belastung in der Beziehung führen. Unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse, sexuelle Unzufriedenheit oder körperliche Probleme können die Sexualität beeinträchtigen.
  6. Probleme mit der Familie: Schwierigkeiten mit der Familie können die Beziehung belasten. Konflikte mit Schwiegereltern, unterschiedliche Erziehungsstile oder Schwierigkeiten mit Kindern können eine Rolle spielen.
  7. Unterschiedliche Lebensziele – Kinderwunsch, Karriere, Wohnort: Wenn Partner sich in verschiedene Richtungen entwickeln, hilft die Therapie, einen gemeinsamen Weg zu finden – oder einen respektvollen Umgang mit dem Unterschied.
  8. Stress und Arbeitsbelastung: Stress im Alltag und Arbeitsbelastung können dazu führen, dass Partner sich entfremden oder wenig Zeit füreinander haben.

Was mich nach all den Jahren noch immer berührt: Hinter fast jedem Streit steckt der Wunsch nach Nähe und Verbindung. Das zu erkennen, ist oft der erste Schritt zur Veränderung.

Linda Schmidt | | Lesezeit: 1 Minuten, 7 Sekunden